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Japanische Impressionen - Shakuhachi & Koto

Mit Dieter Strehly (Shakuhachi), Gaby Zechmeister (Koto)
Eine Annäherung ans japanische Wabi-Sabi an: Klassisch, expressiv und intuitiv. Ein stimmungsvoller Abend – getaucht in Klang und Stille, Wort und Ton.

Nach dem filmischen Ausflug nach Japan STOLEN MOMENTS – EXPOSED von Fritz Treiber und den dazu servierten japanischen Leckerbissen hat das kunstGarten-Publikum die Möglichkeit klassische japanische Musik zu hören, die von Dieter Strehly, Shakuhachi – Gaby Zechmeister, Koto hervorragend interpretiert wird.

Die Koto, eine mit 13 Saiten auf 13 beweglichen Stegen bespannte Wölbbrettzither, war ein traditionelles Instrument der Künste am japanischen Kaiserhof und wird auch heute noch gespielt. Die Töne des ca. 180 cm langen und ca. 25 cm breiten hohlen Instrumentes aus Paulownienholz werden durch das Verschieben der Stege (Ji) eingestellt oder während des Spiels verändert.Gaby Zechmeister spielt Koto & Gu-Zheng (jap. & chin. Wölbbrettzither). Nach dem Studium der Konzertharfe am Schubert-Konservatorium und der keltischen Harfe in Edinburgh/Schottland bei Sasha MacKenzie studierte sie die bei der japanischen Koto-Grossmeisterin Gasho Arakawa. Zahlreiche Konzerte, Produktion zweier lyrisch-musikalischer Zeitreisen in das alte Japan. Die shakuhachi (jap. 尺八) ist eine japanische Bambuslängsflöte, die im 8. Jahrhundert aus China eingeführt wurde und sich im 17. Jahrhundert zu einem Meditationsinstrument zenbuddhistischer Mönche entwickelte. Ihr weicher, geräuschhafter Klang gilt heute als typisch für die traditionelle klassische Musik Japans. Darüber hinaus wird die shakuhachi auch in der modernen westlichen Klassik und in der populären Musik eingesetzt.

Dieter „Tairyû“ Strehly
Tai (jap.) = friedfertig Ryû (jap.) = Drache
Saxophonist und Flötist, freischaffender Musiker und Yogalehrer unterrichtet Shakuhachi in Wien.

An der Shakuhachi faszinierte Dieter Strehly zuerst der subtile Klang des Bambus und die enorme Bandbreite der Ausdrucksmöglichkeiten, die dieses Instrument trotz seiner einfachen Bauweise bietet. Gerade diese Einfachheit fordert vom Interpreten jedoch ein um so grösseres Mass an Präsenz und musikalischem Ausdruck und bekam im Verlauf der Auseinandersetzung mit dem Instrument immer zentralere Bedeutung.

Schlussendlich und folgerichtig führte ihn diese Entwicklung, nach autodidakten Versuchen und nach Studien bei Clive Bell in London, zu einem einjährigen Studienaufenthalt in Japan, wo er Schüler des Shakuhachi-Meisters Taizan Kawamura in Tokio wurde (1989/90). Von Kawamura Taizan erhielt Dieter Strehly seinen Shakuhachi-Namen Tairyû.

Weiterführende Studien in Workshops mit Shôda Mamoru, Riley Lee, Ronald Nyogetsu Seldin und Yoshio Kurahashi ließen sein Spiel reifen.

Sein musikalisches Hauptinteresse gilt der Integration traditioneller japanischer Musikstile und zeitgenössischer europäischer Musikformen. In Zusammenarbeit mit der austro-japanischen Pianistin Yuko Gulda entstand eine CD „DOKO“, erschienen bei EXTRAPLATTE. In jüngster Vergabgebheit Zusammenarbeit mit der in Frankreich lebenden Komponistin und Pianistin Yuko Hirota, sowie dem österreichischen Komponisten und Pianisten Norbert Zehm.
Termine
26. August 2018, 17:00 Uhr
Weitere Informationen
Aus Organisationsgründen bitten wir bei Lesungen, Performances, Konzerten, Film um Platzreservierung bis 2 Stunden vor Beginn: 0316262787 oder kunstGarten@mur.at - bei einer Matinée bis zum Vorabend!
(c) Foto: kunstGarten
Veranstaltungsort/Treffpunkt