Kategorie » Theater/Tanz

Kinderbomber / Moorsoldat

stemos.project
von Christine Teichmann
Der alte Manoli hat Krieg und KZ im Emsland Moor überlebt und dämmert eigentlich nur mehr dem Tod entgegen. Im Pflegeheim trifft er auf Marlies, eine MS-Patientin, deren Sohn Theo zusehendes in rechtsradikale Kreise gerät. Eine Begegnung mit dem Zeitzeugen soll dem Siebzehnjährigen die Augen öffnen, aber das Treffen wird für alle Beteiligten zu einer unvorhergesehenen Auseinandersetzung mit sich selbst, ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft.

Zum Inhalt:
Das Stück greift ein Geschehen aus der Zeitgeschichte auf – das Entstehen des Liedes „Die Moorsoldaten“ – und verknüpft diese außerordentliche Begebenheit mit dem Schicksal eines (fiktiven) Zeitzeugen, der 1934 als kommunistischer Häftling im KZ Börgermoor den legendären „Zirkus Konzentrazani“ mitgestaltet hat. Der alte Mann, Manoli (eine Koseform von Emanuel), trifft im Pflegeheim auf Marlies, eine MS(Multiple Sklerose)-Patientin, die Mutter eines jungen Mannes, Theo, der zusehendes in rechtsradikale Kreise gerät. Eine Begegnung mit dem Zeitzeugen soll den Siebzehnjährigen von seinem rassistischen Gedankengut „heilen“, aber die Treffen werden für alle Beteiligten zu einer unvorhergesehenen Auseinandersetzung mit sich selbst, ihrer Vergangenheit und ihrer Zukunft. Das Stück soll einem breiten Publikum sowohl die Auseinandersetzung mit Zeitgeschichte und gesellschaftlichen Tendenzen ermöglichen, als auch das Krankheitsbild und die Problematik der Erkrankung MS näher bringen. Für die Bühnenbearbeitung wird Theo, der junge Mann, ins Zentrum der Handlung gestellt. Das Gedenkjahr 2018 erscheint uns ein geeigneter Zeitpunkt, die Thematik Faschismus/Neonazismus aufzugreifen. Die Verknüpfung der Zeitgeschichte mit aktuellen Themen, sowie die Parallele der Hilflosigkeit gegenüber einer schweren Krankheit und des Abdriftens eines Jugendlichen in die Neonaziszene, sowie die Metapher der Aufführung des Widerstandliedes als Signal der Hoffnung in einer scheinbar ausweglosen Situation garantieren, dass die Geschichte Interesse weckt, Identifikation - gerade für jüngeres Publikum - ermöglicht und neue Aspekte in der Aufarbeitung der Zeitgeschichte ermöglicht

Produktion: Stefan Moser
Regie: Andreas Wagner
Bühne: Mona Fischer und Robert Müller
Ausstellungskoordination: Carina Steger
Musik: Michael Brantner
Technik: Tobias Teichmann
Regieassistenz: Lisa Rohrer
Produktionsassistenz: Christina Moser
mit: Michael Brantner, Stefan Gamper, Rosemarie Kreßl, Christine Teichmann, Stephan Thaler
Termine
Premiere 1. November 2018, 19:30 Uhr
3., 4., 12., 13., 14., 15. November 2018, 19:30 Uhr
4. November 2018, 17:00 Uhr
Weitere Informationen
Karten: 16 € / 13 €
Reservierungen per SMS oder Box: 0680 21 52 938
Reservierungen per Mail / Anfragen für Gruppen:
www.kristallwerk.at oder tickets@stefanmoser.com
(c) Foto: Martin Schneider
Veranstaltungsort/Treffpunkt