Kategorie » Theater/Tanz

Richard Zach

Antifaschistisches Musiktheater
Widerstandskämpfer & Dichter
Richard Zach stammte aus einer steirischen Arbeiterfamilie und wuchs in einem sozialdemokratisch geprägtem Elternhaus auf. Frühe Kontakte mit jungen Kommunisten und Sozialisten resultierten in reger politisch-kultureller und gegen den austrofaschistischen Ständestaat gerichteten Tätigkeit in der christlichen Arbeiterbewegung. Um Zach bildete sich bald eine Gruppe junger Menschen, die nach der Übernahme der Macht durch die Nationalsozialisten insbesondere gegen das System gerichtete Informations- und Agitationsarbeit leistete. Nach kurzem Dienst in der Wehrmacht wurde Richard Zach am 31. Oktober 1941 wegen Verbreitung von Antikriegs-Streu zetteln festgenommen und wegen „Wehrkraftzersetzung, Hochverrat und Lostrennung eines zum Reiche gehörigen Gebietes“ zum Tode verurteilt.

Am 14. Februar 1942 wird er ins Zuchthaus Berlin-Brandenburg, später nach Berlin-Moabit überstellt. Von seiner Verhaftung bis zu seiner Hinrichtung im Gestapo-Gefängnis Berlin-Moabit hat er in der Gefangenschaft über 800 „Zellengedichte“ geschrieben, die unter abenteuerlichsten Umständen aus dem Gefängnis geschmuggelt wurden. Ein bekanntes Beispiel ist unter anderem das Gedicht „Ich bin den anderen Weg gegangen“, das von der Formation Geschichten im Ernst vertont wird. Am 27. Jänner 1943 wird der Märtyrer für ein Demokratisches Österreich 23-jährig hingerichtet. Obwohl schon über 70 Jahre alt, scheinen seine Gedichte heute aktueller denn je.

Text: Wini Hofer
Schauspiel: Nena Kiesler
Musik: Geschichten im Ernst

Begrüßung: Michael Ehmann
Eröffnung: Kurt Flecker
Termine
15. November 2018, 20:00 Uhr
Weitere Informationen
Eintritt nur mit Anmeldung bis 12. November:
kultur@gkp.steiermark.at
Eintritt frei
Veranstaltungsort/Treffpunkt