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Hommage à Alfred Brendel

Mit einer dreitägigen Hommage feiert die Kunstuniversität Graz ihr Ehrenmitglied Alfred Brendel. Von 15. bis 17. November sind im stimmungsvollen Rahmen des Florentinersaals Vorträge, Diskussionen und ausgesuchte musikalische Programme zu erleben. Die Laudatio hält Cambridge Professor John Rink. Der Gefeierte selbst ist mit „Mozart spielen“, einem Vortrag mit anschließender Diskussion, einer öffentlichen Masterclass mit dem Hensel Quartett sowie gemeinsam mit Harald Haslmayr im „Literarischen Duett“ zu erleben.

Alfred Brendel, 1931 in Wiesenberg/Nordmähren geboren, lebt heute in London. Er zählt zu den bedeutendsten MusikerInnen des 20sten und 21sten Jahrhunderts und ist seit 1981 Ehrenmitglied der Kunstuniversität Graz.

Nach ersten Jahren im heutigen Kroatien, wo Alfred Brendel bereits mit drei Jahren bei Sofija Deželić Klavierunterricht erhielt, kam er sechsjährig nach Graz. Hier studierte er am damaligen Konservatorium bei Ludovika von Kaan (die ihre Ausbildung wiederum bei dem Liszt-Schüler Bernhard Stavenhagen erhalten hatte) sowie bei dem Organisten und Komponisten Artur Michl. Mit 17 Jahren gab er in Graz sein erstes öffentliches Konzert. Von einigen Meisterkursen abgesehen (hier sind Paul Baumgartner, Eduard Steuermann und insbesondere Edwin Fischer zu nennen) erhielt Alfred Brendel keine weitere musikalische Ausbildung im herkömmlichen Sinn. Als Schriftsteller ist Alfred Brendel mit Essays und Gedichten hervorgetreten.

Mozart spielen – Vortrag von Alfred Brendel

Artur Schnabels bekannter Ausspruch, Mozart Sonaten seien zu leicht für Kinder, zu schwierig für Künstler, hat nichts von seiner Gültigkeit verloren. Worin liegen die Schwierigkeiten? Was unterscheidet das Spielen der Klavierkonzerte von jenem der Solowerke? Und welches sind die Probleme der Mozart-Interpretation, die über das Klavier hinausreichen?

Das Programm im Detail:

Donnerstag, 15. November
16 Uhr Beginn und Begrüßung
16:15 – 18:00 Uhr Alfred Brendel: „Mozart spielen“, Vortrag mit anschließender Diskussion
20 – 21:30 Uhr Konzert mit Überraschungsprogramm

Freitag, 16. November
10 – 12:00 Uhr „Literarisches Duett“, Harald Haslmayr im Gespräch mit Alfred Brendel
16 – 18:00 Uhr Öffentliche Masterclass von Alfred Brendel mit dem Hensel Quartett: Joseph Haydn op. 76/2 d-Moll, „Quintenquartett“ (Anna van der Merwe - 1. Violine, Franka Larichelière Banken - 2. Violine, Wiktoria Chorobik - Viola, Ciara Kushner – Violoncello)
20:00 Uhr Konzert: Teile aus Luciano Berios „Sequenze“ Präludium aus Bachs Suite für Violoncello solo Nr. 3 in C-Dur, BWV 1009 und Sonate für Violoncello solo von György Ligeti (Zan Trobas, Andrej Bielow, Nutt Kasemsant, Sophia Burgos und Daniel Gerzenberg, Dorottya Standi)

Samstag, 17. November
10 – 11:00 Uhr Laudatio und intern. Fachvortrag: Professor John Rink (Cambridge University) und Anschlussworte von Alfred Brendel
ca. 11:15 Uhr Konzert der diesjährigen zweiten Preisträger des KUG-Wettbewerbs „Franz Schubert und die Musik der Moderne“, Duo für Gesang und Klavier/Lied: Sophia Burgos - Sopran, Daniel Gerzenberg – Klavier
Daniil Charms: „Fälle“; Studierende Institut 9 (Sandra Katharina Eilks, Magdalena Kosch, Hanh Mai Thi Tran, Leontine Vaterodt, Mikhail Gusev, Thilo Langer, Lukas Schmidt, Viet Anh Alexander Tran
Musik: Paul Öllinger
Ausstattung: Faniz Sadeghi
Regie: Heiko Senst
Termine
15. November 2018, 16:00 Uhr
16. November 2018, 10:00 Uhr
17. November 2018, 10:00 Uhr
Weitere Informationen
(c) Foto: Johannes Gellner
Veranstaltungsort/Treffpunkt