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Freischreiben_Wider der Illiberalität

Die Literaturreihe FREISCHREIBEN wird in den nächsten Jahren der Frage nachgehen, wie sich SchriftstellerInnen, PhilosophInnen und JournalistInnen angesichts lauter und leiser Prozesse und Manifestationen von Illiberalität positionieren. In einem ersten Schwerpunkt haben wir Ágnes Heller, die große ungarische Philosophin und die AutorInnen Erdös Virág, Wilhelm Droste und Michael Ziegelwagner eingeladen

VORTRAG
Ágnes HELLER
Einführung + Gespräch Katharina SCHERKE

Ágnes Heller gilt als eine der bedeutendsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts.In ihren zahlreichen Schriften hat die Schülerin und spätere Assistentin von Georg Lukács die Kultur Europas beschrieben und ihre Philosophie eng mit ihren Lebenserfahrungen, dem Holocaust, dem Zweiten Weltkrieg, dem totalitären Regime in Ungarn und nun mit der illiberalen Demokratie unter Viktor Orbán verwoben. Mit Lehrverbot in Ungarn belegt und 1973 aus der ungarischen Akademie der Wissenschaften wegen "Abweichung" ausgeschlossen, emigrierte sie gemeinsam mit ihrem Mann, dem Philosophen Ferenc Feher, 1977 nach Australien, wo sie an der Universität von Melbourne Soziologie lehrte.1987 wurde ihr den Hannah Arendt Lehrstuhl für Philosophie an der New School for Social Research in Greenwich Village in New York übertragen. „Ich wollte mein Leben lang Auschwitz und den Stalinismus verstehen, deswegen beschäftigte ich mich immer wieder mit Geschichtsphilosophie und Moralphilosophie“, begründet Ágnes Heller ihr philosophisches Engagement.
Termine
28. November 2018, 19:00 Uhr
Weitere Informationen
Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Inst. f. Translationswissenschaft der KF-Uni Graz, der FH Joanneum, dem Internationalen Haus der Autorinnen und Autoren Graz, ISOP, unterstützt durch die Kulturvermittlung Steiermark.
(c) Foto: Mediendesign, 1020 Wien
Veranstaltungsort/Treffpunkt