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KUGjazzlive! - Paykuna / Sepp

Rinakaruy - Auf der Walz
Manchmal passt es einfach! Das österreichische "Sepp"tett und die junge Schweizer Band „Paykuna" haben sich auf der herausfordernden Suche nach Spielplätzen gefunden und für diese Tournee die Kräfte vereint. Beide Gruppen setzen Elemente der Folklore in einen zeitgenössischen Jazzkontext. Paykuna tut dies mit der traditionellen bolivianischen Musik, wohingegen Sepps Musik in Österreich, Tschechien, der Türkei und in Brasilien verwurzelt ist.

Ausgeklügelte Kompositionen und Arrangements ziehen das Publikum durch die nostalgische Präsenz der Tradition in ihren Bann und beschreiten gleichzeitig einen weltoffenen und progressiven Pfad. Sepp und Paykuna sind im Februar und März 2020 „auf der Walz“ oder wie man auf Quechua dazu sagen würde: "Rinakaruy".

Paykuna
Erdig, verflochten, sich in die Tiefe rankend: So klingt die Musik Paykunas. Eine Symbiose zwischen volkstümlicher Musik Boliviens und moderner Jazzästhetik. Die vielschichtigen Arrangements Demian Cocas spiegeln die rhythmische Vielfalt und den melodischen Reichtum der Folklore wieder, lassen aber zugleich allen Bandmitgliedern Raum für Unvorhergesehenes.

So erschaffen die sieben Musiker auditive Vulkanlandschaften der Anden, Regenwälder Amazoniens sowie Savannen des Gran Chaco und stoßen die Pforte zu einer neuen Klangwelt auf. Selten hat Bolivien spannender geklungen.

SEPP
ist ein Oktett, das 2017 vom Österreichischen Jazz-Klarinettisten Christopher Haritzer gegründet wurde. Es ist seinem Großvater, Josef Lackner ( vulgo Brandstätter ) aus Heiligenblut gewidmet. Dieser war Bergführer, Bergretter, Pionier in Sachen Lawinenschutz, Obmann mehrerer Vereine im Ort, Bauer, leidenschaftlicher Musiker und Familienvater mit Leib und Seele.

Er zeigte seinem Enkel nicht nur die ersten Griffe auf der Klarinette, sondern wurde durch seine unerschrockene und aufgeschlossene Lebensweise zum großen Vorbild Christophers, welchem er musikalisch und menschlich immerzu Rückenwind gab. Sepp vertraute stets auf seinen Instinkt, schlug neue und nicht immer ungefährliche Wege ein, letztere etwa wenn es darum ging, seine Heimatgemeinde vor Lawinenkatastrophen zu schützen.

Dieser unerschrockenen Haltung setzt Christopher gemeinsam mit einem erlesenen KünstlerInnen-Kollektiv aus Brasilien, Tschechien, Deutschland und verschiedenen Regionen Österreichs ( inklusive türkischem Wurzelwerk ) nun ein Denkmal. Dabei machen sich die 8 MusikerInnen ebenfalls auf, neue Wege zu ergründen, indem sie ausschließlich Eigenkompositionen und Eigentexte zum Klingen bringen.

Mitwirkende:

Paykuna
Antoine Humberset (Flöte)
Mario Alonso (Altsaxophon, Bassflöte)
Nicolas Gurtner (Tenorsaxophon, Bassklarinette)
Balz Hürner (E-Gittarre)
Demian Coca (Klavier, Komposition)
Marius Meier (Bass)
Adrian Böckli (Schlagzeug)

Sepp
Victoria Pfeil (Sopransaxophon, Baritonsaxophon, Komposition)
Lothar Beyschlag (Trompete, Flügelhorn)
Tomáš Novák (Geige, Gesang, Komposition)
Martin Burk (Kontrabass)
Amir Wahba (Rahmentrommel, Darbuka, Snare, Floortom, Perkussion)
Mathias Eidenberger (bundierte Akustikgitarre)
Christopher Haritzer (Klarinette, Bassklarinette, Steirische Harmonika, Komposition, Konzept)
Termine
2. März 2020, 20:00 Uhr
Weitere Informationen
Eintritt frei
Veranstaltungsort/Treffpunkt