GrazMuseum

Sackstraße 18, 8010 Graz
Tel.: +43 (316) 872 7600
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Beschreibung
Öffnungszeiten
täglich 10-18 Uhr, mittwochs 10-20 Uhr

Dauerausstellungen

360 GRAZ. Eine Geschichte der Stadt
Die Dauerausstellung „360 GRAZ | Eine Geschichte der Stadt“ reicht von 1128, der erstmaligen Erwähnung von Graz, bis 2003, als Graz Kulturhauptstadt Europas war. Sie ist eine der wenigen historischen Dauerausstellungen in Österreich, die Zeitgeschichte bis ins 21. Jahrhundert thematisieren.
Die auf das Erlebnis von Originalexponaten der eigenen Sammlungen bauende Schau gestaltet sich in einer inhaltlichen und formalen Struktur, die 2014 für den European Museum of the Year Award nominiert wurde. In fünf Epochenräumen begegnen die Besucher/-innen einem vielgestaltigen Korpus von historischen Zeugnissen und Schlüsselereignissen der Grazer Stadtgeschichte. Es können Entwicklungen in den Grenzen der Stadt, aber auch im europäischen Kontext betrachtet werden.
Über die Epochen hinweg lassen sich die Schwerpunktthemen „Projekt Stadt“, „Stadtbilder“, „Vielfalt“ und „Geschlechterrollen“ verfolgen. Die vielstimmig erzählten Geschichten bilden einen Gang von der Erlangung der städtischen Autonomie und der Residenzstadt über die Kriegsnot bis hin zum wirtschaftlichen und kulturpolitischen Aufschwung der Nachkriegsjahrzehnte. Von der Festungsstadt über das vernetzte Industriezentrum bis hin zur auto- und fahrradgerechten Stadt. Von der katholischen Frömmigkeit und der Reformation über den erstarkenden Deutschnationalismus und die nationalsozialistischen Gräueltaten bis hin zur heutigen multiethnischen Gesellschaft. Vom machtpolitischen Ausschluss der Frauen über die Mädchenbildung und das Frauenwahlrecht bis hin zur Neuen Frauenrechtsbewegung.
Stadtgeschichte wird in „360 GRAZ“ immer aus der Gegenwart betrachtet und in Verbindung mit zeitgenössischen Fragestellungen – Globalisierung, Migration, Integration, Gleichstellungspolitik, Gentrifizierung etc. – gesetzt. Mit der Dauerausstellung kann das Publikum des GrazMuseums die großen öffentlichen Ereignisse, Diskurse und Konflikte als vielfach gebrochenen Spiegel der eigenen Erinnerungen erfahren und als Möglichkeit, sich darin selbst als Zeitzeugin oder Zeitzeuge wiederzufinden.

Schloßberg-Utopien
Diese Ausstellung präsentiert ein Herzstück der Sammlungen des GrazMuseums: das große Schloßbergmodell von Anton Sigl, gefertigt um 1805 bis 1820. Es zeigt den Zustand der Befestigungen vor ihrer Zerstörung und kann daher heute als rückwärtsgewandte Utopie gelesen werden.
Nach der von Napoleon angeordneten Schleifung der Schloßbergfestung setzte neben der Trauer über das Verlorene auch ein Träumen nach vorn ein. Daher wird in der Ausstellung „Schloßberg-Utopien“ Sigls Modell mit diversen utopischen Projekten konfrontiert, die seit dem frühen 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zur Umgestaltung des ehemaligen Festungsbergs erdacht wurden.
In der Dauerausstellung 360 GRAZ ist ein zweites Modell von Anton Sigl zu sehen. Es zeigt die tatsächliche Situation am Schloßberg um 1850.

Verkehr
haltestelle Schloßbergplatz: strassenbahn 4,5

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