Wissenschaftspreis der Stadt Graz


In Nachfolge des Dr. Karl-Böhm-Stipendiums vergibt die Stadt Graz aufgrund eines Gemeinderatsbeschlusses ab 2016 in Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Graz einen Wissenschaftspreis.


Der Grazer Gemeinderat hat im Juli 2016 einstimmig beschlossen, anstelle des Dr. Karl Böhm-Stipendiums künftig in Zusammenarbeit mit der Kunstuniversität Graz einen Wissenschaftspreis zu vergeben. Dieser ist aktuell mit € 2.200,-- dotiert.

In den Sitzungen vom 7.2.1980 bzw. 22.9.2005 waren vom Gemeinderat Richtlinien zur Gewährung eines „Dr. Karl-Böhm-Stipendiums“ frei gegeben worden. Damit wurden InstrumentalabsolventInnen der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz bedacht, die jedenfalls drei Jahre am Studienort Graz studiert hatten und aufgrund besonderer Leistungen bei der Beherrschung der Orchesterliteratur bereits an eines von sieben namentlich aufgezählten österreichischen Orchestern engagiert waren. Oder aber, die StipendiatInnen waren bereits an einem renommierten „Weltorchester“, dessen qualitative Zuordnung der Universität für Musik und darstellende Kunst oblag, engagiert. Der Abschluss des Universitätsstudiums war obligatorisch.

Da es immer wieder vorkam, dass die Kunstuniversität (KUG) überhaupt keinen Stipendiaten oder Stipendiatin nominieren konnte – die Voraussetzungen mit Engagement an einem Orchester höchster Qualität waren außerordentlich schwierig –, ist die Kunstuniversität mit Frau Rektorin Dr.in Elisabeth Freismuth und Herrn Vizerektor für Lehre Univ.-Prof. Mag. Eike Straub an die Stadt Graz herangetreten, um eine Neuausrichtung als Wissenschaftspreis der Stadt Graz vorzuschlagen. Aus Sicht der Universität für Musik und darstellende Kunst, aber auch des seit 2001 zuständigen Wissenschaftsressorts der Stadt Graz, handelte es sich bei den bisherigen Zuwendungen, soweit diese möglich waren, ohnedies weniger um ein Stipendium im engeren Sinn als vielmehr um einen Preis.

Die Vergabe erfolgt jetzt über Vorschlag des/der Rektors/Rektorin und des/der Vizerektors/Vizerektorin für Lehre unter Einbeziehung der Stipendienkommission der KUG, wobei die KUG dem/der Stadtsenatsreferenten/in für Wissenschaft den/die PreisträgerIn bekannt gibt. Die Entscheidung der Stadt Graz erfolgt auf Vorschlag des/der WissenschaftsreferentIn im Stadtsenat.

Der Beschluss des Gemeinderates zu diesem neuen Wissenschaftspreis erfolgte einstimmig in der Sitzung vom 7.7.2016.

Wissenschaftspreis der Stadt Graz 2017

Der mit € 2.200,-- dotierte Wissenschaftspreis der Stadt Graz 2017 wird an Frau Maga. Stefanie Baur, vergeben.

Frau Maga. Stefanie Baur wurde in Deutschland geboren. An der Kunstuniversität Graz studierte sie die Studienrichtung „Darstellende Kunst“.
Sie hat nach einem hervorragenden Studienverlauf ihr Studium in Mindeststudiendauer mit Auszeichnung abgeschlossen. Ihre zum Abschluss des Studiums vorgelegte Diplomarbeit war in Ansatz und Durchführung von herausragender künstlerischer Eigenständigkeit und prägender Relevanz in der Themenbehandlung durch die zum Einsatz gebrachten künstlerischen Ausdrucksmittel. In ihrer künstlerischen Diplomarbeit „Schwester von – Lot Vekemans“ ist es ihr gelungen, eine tief berührte und berührende Frauenfigur unserer Zeit zu kreieren.


Bisherige PreisträgerInnen:

2016 Harald Kainer, BA MA


KONTAKT:
Universität für Musik und darstellende Kunst (KUG)
8010 Graz, Leonhardstraße 15
www.kug.ac.at

ABTEILUNGSVORSTAND
Dr. Peter Grabensberger
Kulturamt der Stadt Graz
Stigergasse 2 (Mariahilfer Platz), 2. Stock, A-8020 Graz
Tel.: +43/316/872-4900
Fax: +43/316/872-4909
e-mail: peter.grabensberger@stadt.graz.at

Gerald de Montmorency
Kulturamt der Stadt Graz
Stigergasse 2 (Mariahilfer Platz), 2. Stock, A-8020 Graz
Tel.: +43/316/872-4905
Fax: +43/316/872-4909
e-mail: gerald.montmorency@stadt.graz.at